Veranstaltungshinweis

Homosexualität und Alter – „und plötzlich muß ich alles noch mal erleben?“

Der demografische Wandel und die zunehmende Vielfalt der Lebensformen erfordern einen bewussteren Umgang mit individuellen Lebensentwürfen, unterschiedlichen Personengruppen und verschiedenen Kulturen. Dies trifft auch auf die Pflege zu, die immer mehr pflegebedürftigen Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen gerecht werden muss. In Bezug auf Menschen mit Migrationshintergrund hat man bereits erkannt, dass Personen, die aus einer anderen Kultur stammen, entsprechend kultursensibel gepflegt werden müssen.

Lesben, Schwule und Trans*-Personen hingegen werden im Gesundheitswesen bzw. in der Altenpflege bislang kaum als spezifische Gruppe wahrgenommen, auf deren Lebensrealitäten es ebenfalls sensibel einzugehen gilt.

Harald Blaull, Vorsitzender des CSD Rhein Neckar e.V., stellte dazu fest: „Viele der heute älteren oder betagten Lesben, Schwulen bzw. Trans*-Menschen haben Angst oder Befürchtungen, wie es ist, wenn sie pflegebedürftig sind oder in ein Altenheim sollen. Sie stellen dann besorgt die Frage: Muss ich dann alles nochmal erleben?“

Sich erklären zu müssen oder Befürchtungen, dass sie so, wie sie sind, nicht angenommen werden. Dies ist zum Teil auf deren belastende biografische Erfahrungen zurückzuführen – häufig waren sie über weite Strecken ihres Lebens gezwungen, ihre sexuelle Orientierung zu verstecken oder waren gar offener Diskriminierung ausgesetzt. Ein selbstbewusstes Coming Out und eine offene Lebensweise waren für sie keineswegs selbstverständlich, und gerade im Alter möchte man dies nicht wieder erleben.

Der CSD Rhein-Neckar e.V. möchte in Kooperation mit dem Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg auf diese Problematik aufmerksam machen und mit einem entsprechenden Fachtag in Heidelberg für das Thema sensibilisieren.

Angesprochen sind Beschäftige im Bereich Gesundheitswesen und Altenpflege, lesbische, schwule und transidente Personen aus Heidelberg und der gesamten Metropolregion Rhein-Neckar, sowie deren Angehörige und weitere interessierte Bürgerinnen und Bürger.

 

Selbstbestimmtes und diskriminierungsfreies Leben im Alter

 

Termin: 10.12.2016

 

Kulturhaus Karlstorbahnhof

Am Karlstor 1

69117 Heidelberg

Dauer: 11:00 Uhr – 15:00/16:00 Uhr

 

Referentinnen / Referenten:

 

Frau Gon Teunissen von Roze 50+. Dieser Verband in den Niederlanden besteht aus den vier wichtigsten nationalen Organisationen, die sich der älteren homosexuellen Menschen annehmen. Unter anderem zertifiziert er Pflegeeinrichtungen mit dem Regenbogenschlüssel. Der „Regenbogenschlüssel“ wird an Pflegeheime vergeben, die sich aktiv um Toleranz bemühen, vor allem gegenüber Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transsexuellen. Sie wird uns über die Arbeit von Roze (Rosa) 50+  und auch über das Thema Zertifizierung berichten.

www.roze50plus.nl

 

Frau Gaby Grossbach (Betreuungsassistentin) und  Frau Beate Jung (Sozialarbeiterin)  vom Julie-Roger-Haus. Dies ist ein mit dem Regenbogenschlüssel zertifiziertes Pflegeheim in Frankfurt. Sie werden uns über das Haus und ihre Arbeit berichten. Das Haus  gehört zum Verband für Alten- und Behindertenhilfe e.V. in Frankfurt, der sich sehr in diesem Bereich engagiert.

http://www.initiative-regenbogenpflege.de

Herr René Haas, Fachanwalt für Familienrecht. Gerade für uns ist es wichtig, Regelungen frühzeitig zu treffen,  damit wir später auch so versorgt und untergebracht werden, wie wir es uns vorstellen – auch dann, wenn wir es vielleicht selbst nicht mehr entscheiden können. Deshalb Informiert uns Herr Haas zum Thema Betreuungs- und Pflegeverfügung.

www.anwalt-kanzlei-haas.de

Frau Vera Ruhrus, Referentin des Dachverbands Lesben und Alter. Sie wird uns unter dem Titel „Vernetzung älterer und alter lesbischer Frauen, Ausgangssituation und Aufgaben“ über die Arbeit ihres Verbandes Informieren.

http://lesbenundalter.de

 

Herr Gert Rickart vom Verein Buntes Leben im Alter. Dies ist ein noch junger Verein in Rheinland-Pfalz. Herr Rickart der sich um gemeinschaftliches Wohnen für ältere Lesben und Schwule auf v. a. dem Land bemüht.

http://www.buntes-leben-im-alter.de

Die Moderation übernimmt von Seiten des CSD Rhein Neckar e.V.

Frau Sabine Berger

 

Die Auswahl der Referentinnen und Referenten zeigt schon, dass es eine sehr informative Veranstaltung sein wird, zu der wir Sie gerne willkommen heißen würden.

 Falls Sie noch Fragen zur Veranstaltung haben, beantworten wir diese gerne per email unter Info@csd-rhein-neckar.de oder telefonisch unter 0621-21755.

 

Wir freuen uns über Ihr Kommen

 

 

Vorstand CSD Rhein Neckar e.V.

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Speyer

Heute früh fuhren wir zur Maya-Ausstellung im Historischen Musem der Pfalz in Speyer. Eine sehr schöne Ausstellung, unbedingt besuchenswert! Für uns gab es viele Wiedererkennungseffekte, da wir ja schon an vielen der Orte in Mexiko und Guatemala selbst waren, und wir haben durch die Erklärungen des Audio-Guides noch einiges gelernt. À propos Audio-Guide: Es wäre besser, kürzere, prägnantere Erklärungen zu geben, mit der Option, mehr über bestimmte Dinge zu erfahren, wenn man will.

Überrascht war ich auch, wie groß das Museum insgesamt ist – ich kannte es bisher nur von außen! Da verbirgt sich viel Ausstellungsraum „unter Tage“, den man so nicht erwartet hätte, wenn man das Gebäude von außen betrachtet. Wir nahmen anschließend sogar noch ein Mittagessen und Kaffee im glasüberdachten Innenhof ein, bevor wir dann wieder zurück über den Rhein nach Mannheim fuhren.

Köln

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Am Samstag waren wir zu einer „runden“ Geburtstagsfeier in die Severinstorburg in Köln eingeladen – ein sehr stimmungsvoller Veranstaltungsort! Und eine sehr schöne und nahrhafte Feier!

Gegen Mitternacht waren wir zurück im Hotel, und kleideten uns dann nochmal um, um ganz in Leder noch ins „Pullermanns“ zu gehen. Ich glaube ich war zuletzt dort, als es noch das „Hands“ war! Leder steht in Köln inzwischen allerdings auf der roten Liste der bedrohten Fetische. Ich glaube wir waren die einzigen in „klassischem Leder“. Schade! War aber trotzdem ganz nett dort!

Morgens nach dem Frühstück fuhren wir zurück nach Mannheim. Das „Mercure Hotel Severinshof“ kann ich übrigens empfehlen! Schöne Zimmer, szenenah, und das Frühstücksbuffet ist seinen Preis wirklich wert!